Die WHO erklärt: „Maniokknollen enthalten unterschiedliche Mengen an cyanogenen Glykosiden, die der Abwehr gegen Tiere und Insekten dienen. Werden diese Glykoside nicht ordnungsgemäß verarbeitet, kann Maniok Cyanid freisetzen, was zu einer hohen Cyanidaufnahme über die Nahrung führt.“
Eine solche gefährliche Belastung tritt besonders häufig in Zeiten von Hungersnot und Krieg auf. Cyanidvergiftungen durch Maniok werden mit mehreren schweren Krankheiten, darunter Konzo, in Verbindung gebracht.
Konzo ist eine schwächende, unheilbare Erkrankung, die durch plötzliche Lähmungen der Beine gekennzeichnet ist und häufig durch den Verzehr von bitterer Maniok, insbesondere in Kombination mit einer proteinarmen Ernährung, verursacht wird. Diese Erkrankung tritt am häufigsten in Regionen mit extremer Armut auf, wo sie sporadisch oder epidemisch vorkommen kann.
Trotz ihres tödlichen Rufs essen Millionen von Menschen täglich Maniok ohne Probleme. Das wirft die wichtige Frage auf: Wie kann man sicherstellen, dass Maniok unbedenklich verzehrt werden kann?
Der Schlüssel liegt in der richtigen Vorbereitung. Um die Unbedenklichkeit von Maniok zu gewährleisten, ist ein langwieriger Prozess erforderlich, der unter anderem das Einweichen der Pflanze für bis zu 24 Stunden umfasst, um schädliche Giftstoffe zu entfernen.
In Venezuela beispielsweise konsumierten die Menschen Maniok in seiner gefährlichen Form, weil sie in Zeiten der Nahrungsmittelknappheit auf salzige Lebensmittel angewiesen waren, um zu überleben, wie El País berichtete .
Maniok ist zwar für viele Menschen nach wie vor ein wichtiges Nahrungsmittel, doch durch das Wissen um und die Anwendung sicherer Zubereitungsmethoden kann er zu einem nahrhaften und sicheren Bestandteil der Ernährung werden. Da das Bewusstsein für die mit Maniok verbundenen Risiken wächst, werden die Methoden zur sachgemäßen Verarbeitung immer häufiger angewendet, wodurch die Vergiftungsgefahr sinkt.
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