Ein kleiner Junge, nicht älter als vier Jahre, stand da und hielt ein Plastikspielzeug in der Hand. Er starrte mich neugierig an.
„Wer bist du?“, fragte er.
Bevor ich antworten konnte, rief eine Stimme von drinnen:
„Mateo, mach die Tür nicht so auf!“
Sie trat in den Flur und trocknete sich die Hände an einem Geschirrtuch ab.
Die Zeit stand still.
Die Welt verstummte.
Drei Meter von mir entfernt stand Marina.
Lebendig.
Kein Geist. Keine Erinnerung.
Ihr Haar war kürzer. Sie wirkte fülliger. Sie trug ein schlichtes Hauskleid. Aber sie war es – ihre Augen, ihr Lächeln, die kleine Narbe an ihrem Kinn.
Ihr Gesicht erbleichte, als sie mich sah.
„Roberto?“, flüsterte sie.
Die Taschen fielen mir aus den Händen. Dosen rollten über den Boden und durchbrachen die Stille.
„Marina?“, brachte ich hervor.
Sie wich zurück, als wäre ich der Inbegriff eines Albtraums.
„Nein… du solltest nicht hier sein.“
Dann erschien Doña Clara, die älter aussah – aber gesund war.
Die Teile passten nicht zusammen.
Meine „tote“ Frau.
Ihre Mutter, die ich jahrelang unterstützt hatte.
Und ein Kind, das sich an Marinas Bein klammert und sie Mama nennt.
„Ich habe dich begraben“, sagte ich mit kalter Stimme. „Ich habe an deinem Sarg geweint. Ich habe fünf Jahre lang für dein Andenken bezahlt.“
Marina brach zusammen. Schuldgefühle, panische Tränen.
Aus einem anderen Zimmer trat ein Mann – groß, breit gebaut, fremd.
„Was ist denn los?“, fragte er.
„Das ist Roberto“, sagte Marina leise. „Mein… Ex-Mann.“
Dieses Wort schmerzte mehr als die Beerdigung je zuvor.
Ex-Ehemann.
Der Mann sah mich an, dann sie.
„Ist das derjenige mit dem Geld?“, fragte er.
Sie nickte.
Es passte alles perfekt zusammen.
Sie haben mir die Wahrheit gesagt.
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